Angriff der Mi-Go-Emanzen - Yet Another Cthulhu-Blog

Ein Sammelsurium an cthuloiden Gedanken, Kurzgeschichten, Links und Erfahrungen mit einer unerfahrenen "Call of Cthulhu"-Spielgruppe



15 April 2006

Spielbericht: "Schatten über Innsmouth"

Vor gerademal 25 Minuten bin ich also mit meiner Roman-Konvertierung zu Rollenspielabenteuer "Schatten über Innsmouth" fertig geworden. Ein gelungener Spielabend möchte ich meinen.

Das Abenteuer war, bedingt durch die recht originalgetreue Umsetzung des Romans, gerademal viereinhalb Stunden lang. Wohlgemerkt waren zwei der Rätsel in dem Abenteuer durch einen recht spitzfindigen Spieler recht schnell geknackt worden, was das ganze Abenteuer sicherlich zusätzlich beschleunigte. Einer der Spieler hätte beinahe auch meine Improvisationsfähigkeiten auf die Probe gestellt, als er den Versuch unternehmen wollte die Water Street um Innsmouth herum entlangzulaufen um zu sehen, was beim alten Gilman-Anwesen so abgeht. Die Idee wurde zufälligerweise durch eben jenen spitzfindigen Spieler "vereitelt", auch wenn es für mich als Spielleiter recht interessant geworden wäre das Gebäude zu schildern.

Ein voller Erfolg war der auf etwa zwölf Minuten gekürzte Dialog mit dem alten Zadok, gesprochen von Joachim Kerzel. Der spitzfindige Spieler (sein Name ist übrigens Manuel) hat in der Vorhut sofort geschnallt, dass man ihm nur etwas zu Trinken geben muss um ihm alle Geheimnisse von Innsmouth entlocken zu können, als auch, dass es Spirituosen im Krämerladen mit dem Händler von Auswärts gibt.

Innerhalb von 10 Minuten gegen Schluss hin starben dann aber drei von vier Spielern. Ein völlig neues Erlebnis für mich in meinen sieben Jahren als Spielleiter. Aber ich hielt es für gerechtfertigt, da es sich immerhin um eine DER Geschichten aus dem Cthulhu-Pantheon handelt und es schließlich nicht unendlich viele Rettungswürfe für verpatzte Schleichproben gibt. Ihr seht schon, es handelt sich um die Flucht aus dem Hotel hinaus zum alten verwitterten Bahnhof. Einer der Spieler starb im Hotel, da ihm außer Manuel keiner helfen wollte und sie sich lieber um ihre eigene Haut kümmern wollten. Später starb dann letzten Endes auch Manuel zusammen mit Christian (oder auch der Spieler genannt, der bei jedem Rollenspielsystem unglaublich lange braucht einen glaubwürdigen Namen für seinen Charakter zu finden) als beide eine Probe GEx3 verpatzt haben und somit von einem Auto überrollt wurden.

Somit blieb dann nur ein Überlebender, welcher der Geschichte (ähh... dem Abenteuer) dann aber auch den passenden Schluss getreu der Romanvorlage lieferte: alleine im Gestrüpp in Ohnmacht fallend ob des Anblicks eines Schwarms von Tieferen Wesen.